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Terminalserver (Citrix / RDP)

signotec Unterschriftenpads werden lokal am Arbeitsplatz angeschlossen. Läuft die Signaturanwendung — etwa signoSign/2, signoSign/Universal, Adobe Acrobat mit signotec Plug-in oder eine eigene Fachanwendung mit signoPAD-API — auf einem Terminalserver oder VDI-Desktop, muss die Verbindung zwischen Pad und Anwendung über die Remote-Sitzung überbrückt werden.

Mechanismen

signotec unterstützt vier Transport-Mechanismen für den Betrieb am Terminalserver:

  1. Citrix Virtual Channel — dedizierter, komprimierter Kanal über das ICA-Protokoll. Setzt einen lizenzierten signotec-Treiber auf dem Client voraus. Citrix-spezifisch.

  2. Virtuell-Serielle Verbindung — das Pad wird auf dem Client als virtueller COM-Port bereitgestellt; dieser COM-Port wird mit Citrix-/RDP-Bordmitteln in die Sitzung gemappt. Die Umwandlung USB → COM erfolgt entweder hardwareseitig (Geräte mit FTDI-Chip, Artikel-Nummer endet auf FT100) oder per Software (signotec VCOM-Treiber, Artikel-Nummer endet auf U100).

  3. USB-Weiterleitung — das Pad wird als USB-Gerät vollständig in die Sitzung durchgereicht: Citrix Generic USB Redirection bzw. die USB-Umleitung des RDP-Stacks (RemoteFX).

  4. Netzwerk-Anbindung — das Pad ist nicht am Client, sondern direkt per IP im Netzwerk erreichbar. Möglich über den signotec USB-Ethernet-Adapter (für Pads im USB-Modus, Artikel-Nummer U100) oder über das signotec Delta mit integriertem RJ45-Anschluss. In beiden Fällen ist das Pad client-unabhängig und kann auch von mehreren Arbeitsplätzen nacheinander verwendet werden.

Architektur im Überblick

Aus Sicht der Server-Anwendung sieht das Pad in den ersten drei Varianten wie eine lokal angeschlossene Ressource aus — der Unterschied liegt im Transport zwischen Client und Server. Bei der Netzwerk-Anbindung ist der Client gar nicht beteiligt; Server und Pad kommunizieren direkt per TCP/IP.

terminalserver_pad_anbindung_topologien_de.png

Empfehlung

  • In Citrix-Umgebungen ist der Citrix Virtual Channel unsere primäre Empfehlung. Die Verbindung ist deutlich schneller und stabiler als die anderen Varianten. Der Unterschied ist besonders bei Pads mit Farbdisplay und Dokumentenanzeige spürbar.

  • Wo der Virtual Channel nicht in Frage kommt (reines RDP-Umfeld, keine Treiberverteilung möglich, eingeschränkte Endpunkte) ist die Netzwerk-Anbindung in vielen Fällen die zweitbeste Option — sofern die Netzwerkinfrastruktur passt und die Anwendung den Netzwerkmodus unterstützt.

  • Die virtuell-serielle Verbindung ist eine bewährte und breit einsetzbare Lösung. Performance liegt zwischen Netzwerk und USB-Weiterleitung; die VCOM-Variante (U100) ist nach unserer Erfahrung und Rückmeldung von Kunden spürbar schneller als die native USB-Weiterleitung.

  • Die native USB-Weiterleitung funktioniert ohne signotec-Treiber, ist in der Praxis aber die schwächste Option. Insbesondere die RDP-USB-Umleitung (historisch „RemoteFX USB Redirection") ist hinsichtlich Latenz und Stabilität meist nicht zufriedenstellend. Sinnvoll als Notlösung oder zum schnellen Test, nicht als Produktiv-Empfehlung.

Eine vollständige Gegenüberstellung der Optionen finden Sie unter Optionen im Vergleich.

Hinweise

Diese Dokumentation richtet sich an Administratoren und beschreibt die von signotec bereitgestellte Technologie sowie die jeweiligen Voraussetzungen. Die Eignung in einer konkreten Kundenumgebung (Citrix-Version, Workspace-App-Plattform, Cloud-/On-Prem-Bereitstellung, Thin-Client-Modell) liegt in der Verantwortung des Administrators und sollte vor Rollout in einer Testumgebung verifiziert werden.

Gerätebezogene Hinweise — etwa Anschlussart, USB-Y-Kabel, Stromversorgung oder Verfügbarkeit der FT100- und U100-Varianten — finden Sie im jeweiligen Pad-Handbuch.

Auf Anfrage unterstützt signotec gerne im Rahmen von Supportleistungen und Workshops.