Citrix Virtual Channel
Der signotec Virtual Channel Treiber stellt für Citrix Virtual Apps and Desktops einen dedizierten, komprimierten Kanal zwischen dem lokal angeschlossenen signotec Unterschriftenpad und der Anwendung auf dem Citrix-Server her. Diese Variante ist die von signotec empfohlene Option in Citrix-Umgebungen und bietet die niedrigste Latenz und beste Stabilität aller verfügbaren Anbindungs-Mechanismen.
Alle signotec Unterschriftenpads sind Citrix-Ready zertifiziert.
Funktionsweise
Nach der Installation des signotec Virtual Channel Treibers auf dem Client wird beim Start einer Citrix-Sitzung ein virtueller Kanal zwischen Client und Server initialisiert. Sämtliche Kommunikation zwischen dem Pad und der signotec-fähigen Anwendung auf dem Server wird komprimiert über diesen Kanal transportiert und auf der Gegenseite wieder dekomprimiert. Gegenüber dem klassischen COM-Port-Mapping reduziert dies sowohl den Netzwerkverkehr als auch die spürbare Latenz erheblich — insbesondere bei Pads mit Farbdisplay und Dokumentenanzeige.
Aus Sicht der Server-Anwendung bleibt das Pad als virtueller COM-Port (COM1 bzw. COM2 im Dual-Pad-Betrieb) ansprechbar. Der Unterschied zur Virtuell-Seriellen Verbindung liegt im Transport: statt einer seriellen Emulation über die Citrix-COM-Umleitung wird die Kommunikation über den dedizierten Virtual Channel übertragen.
Voraussetzungen
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Citrix Virtual Apps and Desktops 7 oder neuer
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PC oder Thin Client mit Windows, Linux oder eLux
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Installierter Citrix Workspace App auf dem Client
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Installierter signotec Virtual Channel Treiber auf dem Client
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Administrative Berechtigungen auf dem Client für die Treiber-Installation
Die Verteilung des Treibers in Produktivumgebungen erfolgt typischerweise zentral über Software-Verteilungs-Werkzeuge (z. B. SCCM, Intune, IGEL UMS). Auf IGEL Thin Clients ist der signotec Virtual Channel Treiber bereits vorinstalliert.
Treiber und Lizenzierung
Der signotec Virtual Channel Treiber wird in zwei Varianten bereitgestellt:
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Demo-Version — kostenlos, mit funktionalen Einschränkungen, zum Testen der Anbindung in der eigenen Umgebung.
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Vollversion — kostenpflichtig lizenziert, für den Produktivbetrieb. Bezug über den signotec Vertrieb.
Der Treiber wird standardmäßig für Windows ausgeliefert. Builds für Linux und eLux sind auf Anfrage über den signotec Support erhältlich.
Installation
Der Treiber wird mit administrativen Rechten auf dem Client installiert. Im Installer kann zwischen einer Standard-Installation (ein virtueller Kanal) und einer benutzerdefinierten Installation (ein oder zwei virtuelle Kanäle) gewählt werden. Soll an einem Arbeitsplatz Dual-Pad-Betrieb möglich sein, müssen zwei Kanäle installiert werden.
Allgemeine Hinweise zur Installation und Konfiguration von Citrix Virtual Apps and Desktops entnehmen Sie der Citrix-Dokumentation.
Citrix-Konfiguration
Für die Nutzung des Virtual Channels muss in den Citrix-Richtlinien die Positivliste für virtuelle Kanäle (englisch: Virtual channel allow list) aktiviert sein. In dieser Positivliste wird je virtuellem Kanal definiert, welche Server-Anwendung den Kanal verwenden darf.
Syntax-Beispiel:
STCPAD1,C:\Program Files\signotec\signoSign2\signoSign2.exe
STCPAD1,C:\Program Files (x86)\Adobe\Acrobat Reader DC\Reader\AcroRd32.exe
STCPAD2,C:\Program Files\signotec\signoSign2\signoSign2.exe
STCPAD2,C:\Program Files (x86)\Adobe\Acrobat Reader DC\Reader\AcroRd32.exe
STCPAD1 bezeichnet den ersten, STCPAD2 den zweiten virtuellen Kanal, der über den signotec Virtual Channel Treiber auf dem Client installiert wurde. Nach dem Komma folgt der vollständige Pfad zur Server-Anwendung, die den Kanal nutzen darf. Im Beispiel sind das signoSign/2 sowie der Adobe Acrobat Reader für die Nutzung mit dem signotec Adobe Acrobat Plug-in.
Werden weitere signotec-fähige Anwendungen (z. B. eigene Fachanwendungen mit signoPAD-API) auf dem Server eingesetzt, ergänzen Sie die Positivliste entsprechend.
Dual-Pad-Betrieb
An einem Arbeitsplatz können zwei signotec Unterschriftenpads gleichzeitig betrieben werden („Dual-Pad-Modus"). Voraussetzung ist die Installation von zwei virtuellen Kanälen auf dem Client (benutzerdefinierte Installation) sowie die entsprechende Konfiguration der Positivliste in den Citrix-Richtlinien.
In der Server-Anwendung ist das Pad des ersten Kanals als COM1, das Pad des zweiten Kanals als COM2 erreichbar.
Verifikation
Nach Installation und Konfiguration kann die Anbindung mit einer signotec-fähigen Anwendung in der Citrix-Sitzung getestet werden — etwa mit signoSign/2 oder einer Fachanwendung mit signoPAD-API. Wird das Pad in der Anwendung als COM-Port (COM1 bzw. zusätzlich COM2) erkannt und reagiert auf Eingaben, ist der Virtual Channel korrekt eingerichtet.
Bei Problemen prüfen Sie in dieser Reihenfolge: Treiber-Installation auf dem Client, Citrix-Policy für die Positivliste (mit korrekten Pfaden zur Anwendung), Version von Citrix Workspace App und Citrix Virtual Apps and Desktops. Bei weitergehenden Fragen wenden Sie sich an den signotec Support.