Bei der Netzwerk-Anbindung wird das signotec Unterschriftenpad nicht am Client, sondern direkt per IP im Netzwerk betrieben. Die Anwendung auf dem Terminalserver spricht das Pad über das Netzwerk an; ein Client mit angeschlossenem Pad ist nicht beteiligt.
Diese Variante ist unabhängig vom verwendeten Remote-Protokoll und funktioniert daher gleichermaßen mit Citrix, Microsoft RDP und weiteren Remote-Lösungen. Sie ist nach Erfahrung von signotec in Citrix-Umgebungen ohne Virtual Channel sowie in reinen RDP-Umgebungen die robusteste Option und übertrifft die USB-Weiterleitung und in vielen Fällen auch die Virtuell-Serielle Verbindung in Performance und Stabilität.
Funktionsweise
Ein netzwerkfähiges Pad bezieht eine IP-Adresse (statisch oder per DHCP) und wartet auf eingehende Verbindungen einer signotec-fähigen Anwendung. Auf dem Terminalserver wird in der Anwendung statt eines COM-Ports oder USB-Geräts die IP-Adresse bzw. der Hostname des Pads konfiguriert. Anwendung und Pad kommunizieren anschließend direkt per TCP/IP, ohne Beteiligung eines Client-Rechners.
Daraus ergeben sich zwei Eigenschaften, die keine der client-vermittelten Varianten bietet:
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Client-Unabhängigkeit — die Anbindung ist an keinen bestimmten Arbeitsplatz gebunden. Der Anwender benötigt am Arbeitsplatz weder einen physischen Pad-Anschluss noch eine Treiber-Installation.
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Gemeinsame Nutzung — ein Pad kann nacheinander von verschiedenen Arbeitsplätzen angesprochen werden, etwa an einem zentralen Schalter oder als gemeinsam genutzte Ressource in einem Beratungsraum.
Hardware-Optionen
Für die Netzwerk-Anbindung bietet signotec zwei Wege:
signotec USB-Ethernet-Adapter
Pads mit USB-Anschluss (Artikel-Nummer endet auf U100) können über den signotec USB-Ethernet-Adapter ins Netzwerk eingebunden werden. Der Adapter ist mit Geräten im HID- bzw. WinUSB-Modus kompatibel. Nicht kompatibel sind Geräte im virtuell-seriellen Modus (FT100) sowie das signotec Delta.
signotec Delta mit integriertem Netzwerkanschluss
Das signotec Delta kann optional mit einem integrierten Netzwerkanschluss (RJ45) bestellt werden. In dieser Bauform ist kein zusätzlicher Adapter erforderlich. Der Anschluss ist nicht nachrüstbar — soll eine Netzwerkanbindung möglich sein, muss das Gerät direkt in dieser Variante beschafft werden.
Weitere Informationen zu Bestellvarianten und Hardware-Details des Delta finden Sie im Handbuch.
Voraussetzungen
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Netzwerkfähiges signotec Unterschriftenpad (
U100-Variante mit USB-Ethernet-Adapter oder signotec Delta mit RJ45) -
IP-Konnektivität zwischen Terminalserver und Pad (Layer-3-Erreichbarkeit, gegebenenfalls Firewall-Freischaltung)
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Signierende Anwendung auf dem Terminalserver, die die Netzwerk-Anbindung von signotec Pads unterstützt
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IP-Adresse für das Pad (statisch oder per DHCP)
Die Netzwerkanbindung wird unterstützt von signoSign/2, signoSign/Universal und Anwendungen, die auf der signoPAD-API in einer kompatiblen Version basieren. Konkrete Versionsanforderungen entnehmen Sie der Dokumentation der jeweiligen Anwendung.
Konfiguration des Pads
Die Netzwerkkonfiguration (Verbindungsart, statische IP-Adresse oder DHCP, weitere Parameter) wird direkt am Pad im Servicemenü vorgenommen und kann dort jederzeit geändert werden. Die genauen Schritte unterscheiden sich je nach Gerät; die geräte-spezifische Anleitung finden Sie im jeweiligen Pad-Handbuch.
Für die Vergabe der IP-Adresse stehen zwei Wege offen:
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Statische IP-Adresse — empfohlen für den stabilen Produktivbetrieb. Die Anwendung wird mit einer festen, gleichbleibenden Adresse konfiguriert.
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DHCP — möglich, sofern die Anwendung das Pad per Hostname oder über eine reservierte DHCP-Adresse anspricht. Hinweise zum DHCP-Betrieb finden Sie in den Pad-Handbüchern.
Konfiguration der Anwendung
Statt eines COM-Ports oder USB-Geräts wird in der signierenden Anwendung auf dem Terminalserver die Netzwerk-Adresse des Pads hinterlegt. Die konkrete Konfiguration ist anwendungsspezifisch; Details entnehmen Sie der Dokumentation der jeweiligen Anwendung.
Soll ein Pad von mehreren Arbeitsplätzen genutzt werden, wird dieselbe Pad-Adresse in den verschiedenen Anwendungs-Instanzen hinterlegt. Sicherzustellen ist anwendungsseitig, dass nicht zwei Sitzungen gleichzeitig auf dasselbe Pad zugreifen.
Netzwerk-Anforderungen
Die Netzwerk-Anbindung setzt eine durchgängige TCP-Verbindung zwischen Terminalserver und Pad voraus. IP-Adresse und TCP-Port des Pads sind frei konfigurierbar und werden am Pad bzw. Adapter festgelegt. In segmentierten Netzwerken (VLANs, Standortkopplung) ist sicherzustellen, dass:
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der Terminalserver das Pad auf IP-Ebene erreicht
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der am Pad konfigurierte TCP-Port zwischen Server und Pad nicht durch Firewalls blockiert wird
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die Round-Trip-Latenz zwischen Server und Pad gering bleibt — typischerweise im LAN unproblematisch, in WAN-Szenarien zu prüfen
Derselbe TCP-Port muss anschließend in der signierenden Anwendung auf dem Terminalserver hinterlegt werden.
Verifikation
Nach Konfiguration des Pads und der Anwendung kann die Verbindung getestet werden, indem in der Anwendung auf dem Terminalserver eine Signatur ausgelöst wird. Das Pad muss auf die Eingabe reagieren.
Grundlegende Erreichbarkeit lässt sich vom Terminalserver aus per ping auf die Pad-IP-Adresse prüfen — sofern ICMP nicht durch eine Firewall blockiert wird. Antwortet das Pad nicht auf den vom Server aus initiierten Verbindungsversuch der Anwendung, prüfen Sie in dieser Reihenfolge: Netzwerkkonfiguration am Pad (IP-Adresse, Gateway, Verbindungsart), Erreichbarkeit auf IP-Ebene, Firewall-Freischaltung für den TCP-Port der Anwendung, Konfiguration der Anwendung.